Max Riedl als Ehrenmitglied
des Schachverbandes der Oberpfalz ausgezeichnet

  Furth im Wald Am Samstag, den 29.10.2016, wurde Max Riedl, 1.Vorstand des Schachclubs Furth im Wald/Waldmünchen 1971 e.V., im Hotel Hohenbogen im Beisein vieler Schachfreunde aus der Oberpfalz zum Ehrenmitglied des Schachverbandes der Oberpfalz ernannt. Die Ehrung nahm Dr. Dieter Braun, Präsident des 1922 gegründeten Schachverbandes der Oberpfalz (SVO) vor. Im Anschluss daran wurde in einem Blitzturnier von 28 der rund drei Dutzend Teilnehmer um einen von Riedl gestifteten Pokal in13 Runden nach Ch-System gekämpft, den souverän Thomas Kammer (TSV Nittenau) gewann.

Riedl ist erst das fünfte Ehrenmitglied des SVO nach dem langjährigen Spielleiter und dreifachen Deutschen Mannschaftsmeister mit dem Bayern-Seniorenteam,Georg Böller (Hirschau), weiter Erich Sauer (Weiden) und Adolf Mottinger (Regensburg), die den Vereinigungsprozess der in den 60er und 70er Jahren über ein Jahrzehnt auch in der Oberpfalz zerstrittenen Schachverbände in die Wege leiteten sowie Wolfgang Gnad (Regensburg) für seine wegweisende Jugend- und Schulschachtätigkeit in den Siebziger Jahren.

Dr. Dieter Braun, seit acht Jahren Riedls Nach-Nachfolger im Amt des Schachpräsidenten der Oberpfalz, wies auf dessen Verdienste hin. Riedl habe rund drei Jahrzehnte in der Vorstandschaft der Oberpfalz in verschiedenen Positionen mitgewirkt und zehn Jahre davon den Verband geleitet. Zudem habe Riedl in dreieinhalb Jahrzehnten viele Meisterschaften auf oberpfälzer und bayerischer Ebene durchgeführt und dreimal sogar Internationale Deutsche Lösemeisterschaften in der Grenzstadt ausgerichtet.

Further 3. Bürgermeister Franz Former würdigte Riedl als einen Spieler und Funktionär, der Furth im Wald im Geistessport Schach alle Ehre antue. Unter den 40 Schachvereinen der Oberpfalz sei der Grenzstadtverein mit an der Spitze. Man wisse, dass wie bei vielen anderen Vereinen auch dies hauptsächlich das Verdienst einer überaus engagierten Person sei.

Furths 2.Schachvorstand Norbert Tauer wies wie zuvor Dr. Braun auf die Schacherfolge von Max Riedl hin, der 2010 Deutscher Meister der Grundschullehrer wurde, dreimal im Seniorenbereich Oberpfalzmeister im Blitzschach bzw. im Schnellschach und einmal den Einzelpokal auf Oberpfalzebene gewonnen hatte. In der Mannschaft habe er dafür gesorgt, das man als kleiner Verein seit 1981 in der höchsten Spielklasse der Oberpfalz mitspiele, dreizehn Jahre sogar noch eine Liga höher und vor dreißig Jahren im Viererpokal sogar bis ins Deutsche Achtelpokalfinale nach Siegen über zwei Bundesligisten vorgedrungen sei. Seit 35 Jahren stehe Riedl dem Verein vor. Riedl halte das Team der 1. Mannschaft zusammen. Mit Riedls schachlicher Entwicklung ging auch die des Vereins einher: 1978 wurde der Schüler Stefan Rädlinger der erste Oberpfalzmeister im Verein. Im gleichen Jahr bekamen die damaligen Jugendlichen eine Ahnung von Schach, als die Oberpfalz-Jugendmeisterschaft in der Grenzstadt ausgetragen und der Neuaufbau einer Seniorenmannschaft mit Jugendlichen betrieben wurde, die dann 1981 Oberpfalz-Vizemeister der Jugend wurden. Eine durch Erwachsene verstärkte Jugendmannschaft gewann 1986 den Oberpfalzliga-Titel und stieg in die Regionalliga- Nordost auf. Als Riedl 1986 bis 1996 1.Vorsitzender des SVO war, war das auch nicht zum Nachteil des Vereins. Mit einem Blumenstrauß bedankte sich Tauer bei Riedls Ehefrau Christine für das wohlwollende Verständnis für das Engagement ihres Mannes.

Riedl freute sich über die seltene Ehrung, die er quasi für sein schachliches Lebenswerk von seinen oberpfälzischen Schachfreunden erhalte. Das sei viel für einen Spieler, der bei seiner ersten Teilnahme an der Oberpfalzmeisterschaft 1973 leistungsgerecht Letzter geworden sei und sich nach und nach richtiges Turnierschach mangels Anleitung in der Jugend erst selber beibringen musste. Riedl: „Ich konnte mit 24 Jahren weniger gut Schach spielen als unsere besten 14-Jährigen heute!“ Dass man mit der Ausrichtung von so vielen Meisterschaften immer wieder nach Furth im Wald gekommen sei, zeige die Zufriedenheit mit der Organisation des Further Teams, von denen Riedl extra Josef Haas, Klaus-D.Schmidt und Manfred Macht hervorhob, der die Sondernummer der Vereinszeitung gestaltet hatte. Besonders freute sich Riedl über das Kommen von Reinhard Blodig (Riedenburg), seinem ersten Schachpartner bei der Oberpfalzmeisterschaft 1973. Auch die vielen Teilnehmer der Landkreis-Nachbarvereine bei dieser Feierstunde hob Riedl hervor, der Gründungsmitglied der Schachclubs in Furth im Wald (1971), Cham (1973) und Bad Kötzting (1978) ist.

Anschließend wurde unter Leitung von Josef Kufner (SC Bad Kötzting) ein stark besetztes Blitzturnier ausgetragen. Nach 13 Runden Ch-System gewann den von Max Riedl gespendeten Pokal Thomas Kammer (TSV Nittenau, 11 Punkte) vor Wolfgang Mühlbauer (SC Bad Kötzting, 9,5 Punkte) und Franz Fischer (SC Cham; 9,5 Punkte). Die weiteren Platzierungen: 4. Reinhard Blodig (TV Riedenburg), 5.Shpend Berisha (SF Roding), 6.Tobias Brunner (TSV Nittenau), 7. Reinhard Koller (ASV Burglengenfeld), 8.Stefan Rädlinger (SC Furth im Wald/Waldmünchen), 9. Martin Grasser (Regensburger Turnerschaft), 10.Peter Oberberger (SC Bad Kötzting), 11. Helmut Weber (SC Bad Kötzting), 12. Max Riedl (SC Furth im Wald/Waldmünchen) 13. Josef Weber (SC Cham), 14. Helmut Rohrmüller (SC Furth im Wald/Waldmünchen), 15. Hans-Rainer Mühlbauer (SC Bad Kötzting), 16. Uwe Herrmann (SC Haselmühl) 17. Markus Hessler (SF Roding), 18. Jiri Tochor (SK Kdyne), 19. Alexandr Gocacenko (SC Cham) 20. Fabian Kammer (TSV Nittenau), 21. Max Glaser (SC Furth im Wald/Waldmünchen) 22. Heinrich Middendorf (SC Cham), 23. Dr. Dieter Braun (Regensburger Turnerschaft), 24. Roland Liebl (SC Furth im Wald/Waldmünchen) 25. Ralf Krämer (SC Furth im Wald/Waldmünchen) 26. Jürgen Schwarzfischer (SF Roding), 27. Heinrich Federer (1. FC Schwarzenfeld), 28. Josef Haas (SC Furth im Wald/Waldmünchen).

Fortschrittstabelle (PDF)